Horst Schreiber, Endzeit. Krieg und Alltag in Tirol 1945

Horst Schreiber: Endzeit. Krieg und Alltag in Tirol 1945

Die nationalsozialistische Herrschaft funktionierte in Tirol bis zuletzt. Wie sie sich langsam auflöste, ist Inhalt dieses Buches.

Tiroler Soldaten erlebten den Krieg als touristisches Unternehmen und als Möglichkeitsraum, als Kämpfer für das deutsche Vaterland, als Kriegsverbrecher, Opfer und Deserteure. Die meisten starben im letzten Kriegsjahr. Eindringlich schildert die Studie den Verfall der Stimmung im Land, den Terror gegen die eigene Bevölkerung und die Mobilisierung der letzten Kräfte zur Verlängerung eines längst verlorenen Krieges.

Die Beziehungen der Einheimischen zu den Befreiern und Besatzern, der Umgang mit Flüchtlingen und Vertriebenen und die höchst unterschiedlichen Auswirkungen des Zusammenbruchs der Diktatur auf Individuen und Kollektive analysiert Horst Schreiber wie den Auflösungsprozess der Naziherrschaft: durch ständige Perspektivenwechsel und einen Chor der Vielstimmigkeit.

Leseproben, ein Audio und ein Fernsehinterview

Jubiläums-Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2020 auf Radio Freirad zum Nachhören

Am 22. November 2019 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2020 mit dem Titel ‚Im Labyrinth der Zuversicht‘ im Café Brennpunkt in Innsbruck präsentiert. Monika Jarosch, Ingrid Tschugg, Heinz Barta und Walter Hengl warfen einen Blick auf ihre Zeit in der Michael-Gaismair-Gesellschaft. Elisabeth Hussl, Martin Haselwanter, Stephan Blaßnig, Andrej Siclodi und Horst Schreiber stellten die Beiträge des aktuellen Jahrbuchs vor. Hanneliese Hoferichter (Verein für Obdachlose/Streetwork) und Erika Dekitsch (Bettellobby Tirol) sprachen über Vertreibung und Stigmatisierung von bettelnden Menschen. Hashmatullah Tahiri las aus seinem Beitrag über das Leben in Afghanistan und die Flucht nach Österreich (Dari und Deutsch). Christoph W. Bauer präsentierte den Literaturteil. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Maren Rahmann (Stimme, Akkordeon).

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Gaismair-Jahrbuch 2020. Im Labyrinth der Zuversicht

2020 ist für das Jahrbuch der Michael-Gaismair-Gesellschaft ein in doppelter Hinsicht besonderes Jahr: Es erscheint heuer die 20. Ausgabe und Christoph W. Bauer kann einen Rückblick auf den von ihm seit zehn Jahren betreuten Literaturteil werfen. Gleich zwei Gründe zum Feiern, weshalb der Jubiläumsband mit einigen Besonderheiten aufwartet, darunter ein zweisprachiger Beitrag auf Dari und Deutsch über eine Flucht aus Afghanistan nach Österreich. Die Schwerpunkte des Bandes sind die Politik der schwarz-blauen Regierung und die Entwicklung der ÖVP unter Sebastian Kurz, der Umgang mit bettelnden Menschen in Vergangenheit und Gegenwart sowie Abschiebung, Flucht und Solidarität. Weitere Beiträge stellen die Vielfalt der politischen Bildungsräume in Tirol vor und die Lebenswege von Holocaust-Überlebenden und Besatzungskindern. Andrei Siclodi hat einen eigenen Schwerpunkt zur visuellen Kunst zusammengestellt. Gespannt sein darf man auf den Literaturteil zum 20. Geburtstag des Gaismair-Jahrbuches.

Die Schwerpunkte des Gaismair-Jahrbuches 2020:

  • SCHWARZ-BLAU II: EIN RÜCKBLICK
  • DURCHKOMMEN. ANKOMMEN. WILLKOMMEN?
  • BETTELARM UND UNERWÜNSCHT
  • KUNST, PREKARITÄT UND ÖFFENTLICHER RAUM
  • POLITISCHE BILDUNGSRÄUME
  • LEBENSSPUREN
  • LITERATUR

Blick ins Gaismair-Jahrbuch 2020 – LESEPROBEN

Horst Schreiber: Gedächtnislandschaft Tirol

Zeichen der Erinnerung an Widerstand, Verfolgung und Befreiung 1938-1945

Buchpräsentation Dienstag, 12.11.2019, 19 Uhr im Plenarsaal der Stadt Innsbruck, Rathaus, 6. Stock, Maria-Theresien-Str. 18, Innsbruck (Band 24 der Gaismair-Reihe Studien zu Geschichte und Politik)

Begrüßung Matthias Egger, Stadtarchiv Innsbruck, und Uschi Schwarzl, Stadträtin Innsbruck

Präsentation: Horst Schreiber, erinnern.at, Michael-Gaismair-Gesellschaft

Das Standardwerk dokumentiert mehr als 200 Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus und zur Befreiung von der NS-Diktatur in 53 Tiroler Gemeinden. Es rekonstruiert die Geschichte der Menschen, die auf diesen Gedenkzeichen genannt werden, und analysiert die Entwicklung der Erinnerungskultur in der Zweiten Republik am Beispiel Tirols.

Die Leserinnen und Leser erfahren, welche Opfergruppen das Gedenken bestimmen und welche immer noch vergessen bleiben. Der Autor geht den Fragen nach, wer die dominanten Persönlichkeiten in der Tiroler Gedächtnislandschaft sind, in welchem Ausmaß Frauen repräsentiert werden und welche Formensprache die Erinnerungskultur prägt.

LESEPROBE

Claudia Rauchegger-Fischer: "Sind wir eigentlich schuldig geworden?"

Buchpräsentation Claudia Rauchegger-Fischer: „Sind wir eigentlich schuldig geworden?“

Lebensgeschichtliche Erzählungen von Tiroler Frauen der Bund-Deutscher-Mädel-Generation

Das Buch ist als Band 22 der von Horst Schreiber herausgegebenen Reihe der Gaismair-Gesellschaft „Studien zu Geschichte und Politik“ soeben erschienen.

Ort: Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2

Montag, 20.5.2019, 19 Uhr

Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Gruppe der BDM-Führerinnen. Die Studie arbeitet die Attraktivität der NS-Diktatur anhand einzelner Fallanalysen heraus. Sie zeigt die bis in die Gegenwart nachwirkende Verstrickung von Funktionsträgerinnen des BDM in die NS­-Ideologie.

LESEPROBE

Buchpräsentation auf Ö1

freirad Freies Radio Innsbruck

Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2019 zum Nachhören

Am 28. November 2018 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2019 mit dem Titel „Schöne Aussichten“ von den Herausgebenden Horst Schreiber und Elisabeth Hussl in der Buchhandlung Haymon in Innsbruck präsentiert. Außerdem waren zur Buchpräsentation Gäste und Autoren eingeladen: Elisabeth Hussl sprach mit Stephan Blaßnig über Verbotspolitik, Verdrängung und Recht auf Stadt in Innsbruck. Steffen Arora führte mit Chris Karl, Mitglied der Tiroler Kommission zur Aufarbeitung der Gewalt im Schisport ein Gespräch über den aktuellen Stand der Untersuchungen. Christoph W. Bauer präsentierte den von ihm betreuten Literaturteil.

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Gaismair-Jahrbuch 2019. Schöne Aussichten

Gaismair-Jahrbuch 2019. Schöne Aussichten

Die soziale Frage in Geschichte und Gegenwart dominiert das diesjährige Gaismair-Jahrbuch. Es geht um die Versorgung Armer und um „Asoziale“ im KZ, die Abwertung von „Sandlern“ und die Demütigung von Heimopfern, den Kampf gegen die Ausbeutung von Erntearbeiter_innen und die Moralisierung des Alltags bedürftiger Menschen.         
Drei Beiträge beleuchten die regionale Besonderheit in Tirols Parteienlandschaft, den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Skihauptschule Neustift und die Auseinandersetzung Innsbrucks Burschenschaften mit dem Nationalsozialismus.               Ein Schwerpunkt widmet sich heterosexuellen Verhältnissen: Lust, Angst und Askese; Sex, Macht und Leistung sowie der Dekonstruktion von Pornographie. Ein anderer setzt sich mit Verbotsmaßnahmen im innerstädtischen Bereich und dem Recht auf die Nutzung des öffentlichen Raums auseinander. Ein Beitrag beschäftigt sich mit den Nachwirkungen des Wurfs eines Zuckerstreuers auf Jörg Haider. Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

Die Schwerpunkte des Gaismair-Jahrbuches 2019:

  • STADT DER VERBOTE – RECHT AUF STADT
  • DIE SOZIALE FRAGE GESTERN UND HEUTE
  • POLITIK / GEWALT
  • HETEROSEXUELLE VERHÄLTNISSE
  • NATIONALSOZIALISMUS: VERFOLGUNG –   WIDERSTAND   – BURSCHENSCHAFTEN
  • LITERATUR

Blick ins Gaismair-Jahrbuch 2019 – LESEPROBEN

freirad Freies Radio Innsbruck

Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2018 zum Nachhören

Am 15. November 2017 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2018 mit dem Titel ‚Im Zwiespalt‘ von den/der Herausgeber/in Horst Schreiber, Elisabeth Hussl und Martin Haselwanter in der Buchhandlung Haymon in Innsbruck präsentiert. Neben den HerausgeberInnen sind in der Aufnahme von Radio Freirad die AutorInnen Alexandra Weiss, Wolfgang Meixner, Meinrad Ziegler, Ekkehard Hey-Ehrl und Christoph W. Bauer zu hören.

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