Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2022. Dekokratie

Veranstaltung vom 22.11.2021 pandemiebedingt abgesagt. Sobald sich die Gesundheitslage verbessert hat, wird die Präsentation nachgeholt.

Zum Inhaltsverzeichnis, den Einleitungen der Schwerpunkte und zum Einblick in die Nachrufe von Waltraud Kreidl und Werner Waitz

Das Gaismair-Jahrbuch 2022 analysiert Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, speziell am Arbeitsmarkt. Es widmet sich den Fragen von sozialer Klasse, Spaltung und Solidarität, der Lage der 24-Stunden-BetreuerInnen, der Asylpolitik und Abschiebepraxis, der Forderung nach Laizität und einer Bilanz der Regierungsjahre der Grünen in Tirol.

Ein Schwerpunkt thematisiert das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und stellt die Entwicklungen in Österreich und Polen gegenüber. Ein anderer ist den Jenischen gewidmet, bietet regionale und historische Einblicke und präsentiert Gedichte von Mariella Mehr und Simone Schönett. Libysche Jüdinnen und Juden im Lager Reichenau, eine antifaschistische Ausstellung in Innsbruck, die Geschichte der Anton-Graf-Hütte und ein performatives Denkmal sind Beiträge zur NS-Zeit und ihrer Erinnerungskultur. In zwei literarischen Porträts schreibt Christoph W. Bauer gegen das Vergessen an. Nachrufe auf Waltraud Kreidl und Werner Waitz schließen das Buch.

Die Schwerpunkte des Gaismair-Jahrbuches 2022:

  • SOZIALE KLASSE, SPALTUNG, SOLIDARITÄT
  • KRISE AM ARBEITSMARKT
  • KOMMENTARE ZUR LAGE
  • SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH IN ÖSTERREICH UND POLEN
  • VOM JENISCHEN – REGIONALE UND HISTORISCHE EINBLICKE
  • GESCHICHTE UND ERINNERUNG
  • VISUELLE KUNST
  • LITERATUR
  • NACHRUFE

Das Programm der Präsentation:

  • Martin Haselwanter im Gespräch mit Volker Schönwiese, Pionier der Behindertenbewegung
  • Selina Mittermeier und Horst Schreiber stellen Schwerpunkte des Jahrbuchs vor.
  • Viktoria Waldegger (ORF Tirol) spricht mit Steffen Arora über die Hintergründe des Tiroler PCR-Test-Skandals.
  • Christoph W. Bauer liest aus seinen Portraits.
  • Andrei Siclodi im Dialog mit der Künstlerin Esther Strauß über ihr performatives Denkmal Marie Blum
  • Vom Jenischen: regionale und historische Einblicke gibt Elisabeth Hussl.

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen zur Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2022.

Michael-Gaismair-Gesellschaft: Elisabeth Hussl, Martin Haselwanter, Horst Schreiber

Der Besuch der Veranstaltung ist nur unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie möglich.

Das Renner Institut Tirol und die Michael-Gaismair-Gesellschaft laden zur Buchvorstellung von Richard Saage: „Otto Bauer – Grenzgänger zwischen Reform und Revolution“

Montag, 15. November 2021 – 19:30 Uhr / SPÖ Parteihaus, Salurner Straße 2, 6020 Innsbruck

Otto Bauer war führender Theoretiker des Austromarxismus, Gegner einer Rätediktatur und Anhänger eines Anschlusses an Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, stellvertretender Vorsitzender der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) in der Ersten Republik und Förderer der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“.

Vor zehn Jahren legte der Historiker Ernst Hanisch eine umfangreiche Biografie von Otto Bauer vor: „Der große Illusionist“. Er betonte die „Differenz zwischen dem scharfblickenden Analytiker und dem oft handlungsunfähigen Praktiker der Politik“.

Nun legt der deutsche Politologe und Professor für politische Theorie und Ideengeschichte Richard Saage eine politische Biografie von Otto Bauer vor, dessen Werk er als Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft einstuft.

Der Besuch der Veranstaltung ist nur unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie möglich.

Gaismair-Jahrbuch 2021. Ohne Maske

PRÄSENTATION, 29.9.2021, 19 Uhr: Künstlerhaus Büchsenhausen

Maren Rahmann aus Wien begleitet den Abend musikalisch mit widerständigen Liedern (Stimme, Akkordeon).

Das Programm der Präsentation:

Elisabeth Hussl führt mit Heidi Schleich und Sieglinde Schauer-Glatz ein Gespräch über die Anerkennung der Jenischen. Die jenische Autorin liest aus ihren Gedichten.

Martin Haselwanter präsentiert den von ihm koordinierten Schwerpunkt „Soziale Bewegungen – regionalhistorisch betrachtet“.

Andrei Siclodi spricht mit den Künstlerinnen Carmen Brucic und Katharina Cibulka über Kunst im öffentlichen Raum in Tirol.

Horst Schreiber stellt Schwerpunkte des Jahrbuchs und die missglückte künstlerische Intervention am Kriegerdenkmal der Universität Innsbruck vor.

Christoph W. Bauer liest aus seinem Text „Wider eine Welt aus Pappmaché“

  • Elisabeth Hussl führt mit Heidi Schleich und Sieglinde Schauer-Glatz ein Gespräch über die Anerkennung der Jenischen. Die jenische Autorin liest aus ihren Gedichten.
  • Martin Haselwanter präsentiert den von ihm koordinierten Schwerpunkt „Soziale Bewegungen – regionalhistorisch betrachtet“.
  • Andrei Siclodi spricht mit den Künstlerinnen Carmen Brucic und Katharina Cibulka über Kunst im öffentlichen Raum in Tirol.
  • Horst Schreiber stellt Schwerpunkte des Jahrbuchs und die missglückte künstlerische Intervention am Kriegerdenkmal der Universität Innsbruck vor.
  • Christoph W. Bauer liest aus seinem Text „Wider eine Welt aus Pappmaché“

Ein zentrales Thema des Gaismair-Jahrbuchs 2021 ist das Corona-Virus: die Reaktion der Tiroler Politik und die Folgen für Frauen, Asylsuchende und Armutsgefährdete. Ein Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Anerkennung der Jenischen aus verschiedenen Perspektiven, in Österreich und auf europäischer Ebene, ein anderer mit dem Mentoring für MigrantInnen zur Jobsuche und der Ehrung der Schriftstellerin Rosmarie Thüminger.

Das Kapitel zum Nationalsozialismus ruft das vergessene Durchgangslager Wörgl, den Widerstandskämpfer Hans Vogl und die Familie Grünmandl in Erinnerung. Ein Beitrag analysiert die missglückte Neugestaltung des Kriegerdenkmals der Universität Innsbruck.

Ein regionalhistorischer Schwerpunkt zu sozialen Bewegungen umfasst ein Interview mit Volker Schönwiese, einem zentralen Protagonisten der österreichischen Behindertenbewegung, und thematisiert die Rolle von Migration bei der Bewertung von Protesten sowie die Bedeutung transnationaler Netzwerke für regionale Frauenbewegungen.

Im Feld der visuellen Kunst werden zwei künstlerische Eingriffe in den städtischen Raum vorgestellt: das feministische Projekt SOLANGE sowie das Geflüchteten- und Mobilitätsprojekt Die MobilitäterInnen. Den Literaturteil bestreitet Christoph W. Bauer.

Die Schwerpunkte des Gaismair-Jahrbuches 2021:

  • EIN VIRUS UND SEINE FOLGEN
  • SOZIALE BEWEGUNGEN – REGIONALHISTORISCH BETRACHTET
  • ANERKENNUNG DER JENISCHEN
  • VOM FÖRDERN UND EHREN
  • KÜNSTLERISCHE EINGRIFFE IN DEN STÄDTISCHEN RAUM
  • WAS ERINNERN – WIE GEDENKEN?
  • LITERATUR

Gaismair-Jahrbuch 2021, Inhaltsverzeichnis und die Einleitungen zu den Schwerpunkten.pdf (1.3 MB)

Horst Schreiber, Endzeit. Krieg und Alltag in Tirol 1945

Horst Schreiber: Endzeit. Krieg und Alltag in Tirol 1945

Buchpräsentation 8.10.2020 in den Ursulinensälen, Innrain 7, Innsbruck mit szenischer Lesung

Die nationalsozialistische Herrschaft funktionierte in Tirol bis zuletzt. Wie sie sich langsam auflöste, ist Inhalt dieses Buches.

Tiroler Soldaten erlebten den Krieg als touristisches Unternehmen und als Möglichkeitsraum, als Kämpfer für das deutsche Vaterland, als Kriegsverbrecher, Opfer und Deserteure. Die meisten starben im letzten Kriegsjahr. Eindringlich schildert die Studie den Verfall der Stimmung im Land, den Terror gegen die eigene Bevölkerung und die Mobilisierung der letzten Kräfte zur Verlängerung eines längst verlorenen Krieges.

Die Beziehungen der Einheimischen zu den Befreiern und Besatzern, der Umgang mit Flüchtlingen und Vertriebenen und die höchst unterschiedlichen Auswirkungen des Zusammenbruchs der Diktatur auf Individuen und Kollektive analysiert Horst Schreiber wie den Auflösungsprozess der Naziherrschaft: durch ständige Perspektivenwechsel und einen Chor der Vielstimmigkeit.

Leseproben, ein Audio und ein Fernsehinterview

Jubiläums-Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2020 auf Radio Freirad zum Nachhören

Am 22. November 2019 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2020 mit dem Titel ‚Im Labyrinth der Zuversicht‘ im Café Brennpunkt in Innsbruck präsentiert. Monika Jarosch, Ingrid Tschugg, Heinz Barta und Walter Hengl warfen einen Blick auf ihre Zeit in der Michael-Gaismair-Gesellschaft. Elisabeth Hussl, Martin Haselwanter, Stephan Blaßnig, Andrej Siclodi und Horst Schreiber stellten die Beiträge des aktuellen Jahrbuchs vor. Hanneliese Hoferichter (Verein für Obdachlose/Streetwork) und Erika Dekitsch (Bettellobby Tirol) sprachen über Vertreibung und Stigmatisierung von bettelnden Menschen. Hashmatullah Tahiri las aus seinem Beitrag über das Leben in Afghanistan und die Flucht nach Österreich (Dari und Deutsch). Christoph W. Bauer präsentierte den Literaturteil. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Maren Rahmann (Stimme, Akkordeon).

Hier zum Nachhören

Gaismair-Jahrbuch 2020. Im Labyrinth der Zuversicht

2020 ist für das Jahrbuch der Michael-Gaismair-Gesellschaft ein in doppelter Hinsicht besonderes Jahr: Es erscheint heuer die 20. Ausgabe und Christoph W. Bauer kann einen Rückblick auf den von ihm seit zehn Jahren betreuten Literaturteil werfen. Gleich zwei Gründe zum Feiern, weshalb der Jubiläumsband mit einigen Besonderheiten aufwartet, darunter ein zweisprachiger Beitrag auf Dari und Deutsch über eine Flucht aus Afghanistan nach Österreich. Die Schwerpunkte des Bandes sind die Politik der schwarz-blauen Regierung und die Entwicklung der ÖVP unter Sebastian Kurz, der Umgang mit bettelnden Menschen in Vergangenheit und Gegenwart sowie Abschiebung, Flucht und Solidarität. Weitere Beiträge stellen die Vielfalt der politischen Bildungsräume in Tirol vor und die Lebenswege von Holocaust-Überlebenden und Besatzungskindern. Andrei Siclodi hat einen eigenen Schwerpunkt zur visuellen Kunst zusammengestellt. Gespannt sein darf man auf den Literaturteil zum 20. Geburtstag des Gaismair-Jahrbuches.

Die Schwerpunkte des Gaismair-Jahrbuches 2020:

  • SCHWARZ-BLAU II: EIN RÜCKBLICK
  • DURCHKOMMEN. ANKOMMEN. WILLKOMMEN?
  • BETTELARM UND UNERWÜNSCHT
  • KUNST, PREKARITÄT UND ÖFFENTLICHER RAUM
  • POLITISCHE BILDUNGSRÄUME
  • LEBENSSPUREN
  • LITERATUR

Blick ins Gaismair-Jahrbuch 2020 – LESEPROBEN

Horst Schreiber: Gedächtnislandschaft Tirol

Zeichen der Erinnerung an Widerstand, Verfolgung und Befreiung 1938-1945

Buchpräsentation Dienstag, 12.11.2019, 19 Uhr im Plenarsaal der Stadt Innsbruck, Rathaus, 6. Stock, Maria-Theresien-Str. 18, Innsbruck (Band 24 der Gaismair-Reihe Studien zu Geschichte und Politik)

Begrüßung Matthias Egger, Stadtarchiv Innsbruck, und Uschi Schwarzl, Stadträtin Innsbruck

Präsentation: Horst Schreiber, erinnern.at, Michael-Gaismair-Gesellschaft

Das Standardwerk dokumentiert mehr als 200 Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus und zur Befreiung von der NS-Diktatur in 53 Tiroler Gemeinden. Es rekonstruiert die Geschichte der Menschen, die auf diesen Gedenkzeichen genannt werden, und analysiert die Entwicklung der Erinnerungskultur in der Zweiten Republik am Beispiel Tirols.

Die Leserinnen und Leser erfahren, welche Opfergruppen das Gedenken bestimmen und welche immer noch vergessen bleiben. Der Autor geht den Fragen nach, wer die dominanten Persönlichkeiten in der Tiroler Gedächtnislandschaft sind, in welchem Ausmaß Frauen repräsentiert werden und welche Formensprache die Erinnerungskultur prägt.

LESEPROBE

Claudia Rauchegger-Fischer: "Sind wir eigentlich schuldig geworden?"

Buchpräsentation Claudia Rauchegger-Fischer: „Sind wir eigentlich schuldig geworden?“

Lebensgeschichtliche Erzählungen von Tiroler Frauen der Bund-Deutscher-Mädel-Generation

Das Buch ist als Band 22 der von Horst Schreiber herausgegebenen Reihe der Gaismair-Gesellschaft „Studien zu Geschichte und Politik“ soeben erschienen.

Ort: Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2

Montag, 20.5.2019, 19 Uhr

Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Gruppe der BDM-Führerinnen. Die Studie arbeitet die Attraktivität der NS-Diktatur anhand einzelner Fallanalysen heraus. Sie zeigt die bis in die Gegenwart nachwirkende Verstrickung von Funktionsträgerinnen des BDM in die NS­-Ideologie.

LESEPROBE

Buchpräsentation auf Ö1