Aktuelles

 

Michael Gaismair: Ein Tiroler Held!?

Wer war Michael Gaismair? Warum wird Andreas Hofer im Gegensatz zu ihm als Volksheld dargestellt? Und warum ist Michael Gaismair dem Großteil der Tiroler Bevölkerung unbekannt?                 
Um ein bisschen Licht in die Dunkelheit rund um die historische Figur Michael Gaismair (1490 - 1532) zu bringen, wird an dieser Stelle auf einen Text von Horst Schreiber aus dem Jahr 2001 verwiesen, der den sozialrevolutionären Tiroler Bauernführer portraitiert.
Hier nachzulesen.

Zeitzeugengespräch mit Abraham Gafni/Erich Weinreb und der Präsentation des Buches, in dem er über seinen Lebensweg von Innsbruck nach Israel erzählt.

Moderation: Irmgard Bibermann und Horst Schreiber
Termin: Montag, 29.06.2015, 19.30
Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck 

Horst Schreiber/Irmgard Bibermann: Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni. Mit einem historischen Essay über jüdisches Leben in Tirol

Der neue Band der Studien zu Geschichte und Politik der Michael-Gaismair-Gesellschaft und der Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, NF 54

„Schaut gut auf Innsbruck, wer weiß, ob ihr das noch einmal sehen werdet.“ Mit diesen Worten fordert Amalie Turteltaub ihre Enkelkinder vor der erzwungenen Abreise nach Wien auf, einen letzten Blick auf die Heimatstadt zu werfen. Erich und Poldi retten sich nach Palästina, die Großeltern, die kleine Schwester Gitta, der Stiefvater Salo und zahlreiche weitere Verwandte kommen in den Todeslagern des Nationalsozialismus ums Leben.

Leseproben und Interview mit Abraham Gafni

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Gisela Hormayr

"Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten". Opfer des konservativ-katholischen Widerstands in Tirol 1938-1945

Buchpräsentation: 18.5., 19.30 Uhr im Haus der Begegnung Innsbruck. Horst Schreiber im Gespräch mit der Autorin Gisela Hormayr

Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert dieses Buch an Menschen, die sich aus katholisch-konservativer Überzeugung dem totalen Machtanspruch des Regimes in Tirol widersetzten.

Die Ordensschwester, die sich der Beschlagnahmung ihres Klosters nicht fügen wollte, der unbequeme kritische Priester, der katholische Familienvater, der seinen Kindern verbot, der Hitlerjugend beizutreten, das ausgeforschte Mitglied des organisierten katholisch-konservativen Widerstandes, die einfache „Volksgenossin", die unbedacht Kritik am NS-Regime äußerte: Sie alle gerieten nach 1938 in das Visier der Gestapo, allzu häufig denunziert von willfährigen MitbürgerInnen. Folter, Haft, Konzentrationslager oder Todesstrafe waren der Preis, den diese widerständigen Tirolerinnen und Tiroler für ihren aufrechten Gang bezahlen mussten. Feldgerichte verhängten Todesurteile gegen Soldaten für oft geringfügige Vergehen oder angebliche „Feigheit vor dem Feind". Deserteure wurden sofort nach ihrer Ergreifung hingerichtet oder in Straflager und Strafbataillone geschickt – mit nur geringen Überlebenschancen. Noch in den letzten Kriegstagen starben zahlreiche Mitglieder lokaler Tiroler Widerstandsgruppen beim Versuch, ihre Heimatorte vor weiteren Zerstörungen zu bewahren.

Leseproben:

Inhaltsverzeichnis und Einleitung

Opfer des Kirchenkampfes

Opfer der Militärjustiz

Widerstand gegen den "Endkampf"

Bestellung: StudienVerlag

Eine kritische Gegenstimme in der Tiroler Öffentlichkeit
Die Gaismair-Gesellschaft stellt sich vor

Vortrag und Buchpräsentation: Montag, 13. April 2015, 20:00 Uhr
Meran/o (Südtirol), Ost West Club, Passeirergasse 29

Die Michael-Gaismair-Gesellschaft besteht nun seit über 35 Jahren. Sie will jene Stimmen hörbar machen, die in der öffentlichen Debatte verdrängt, ignoriert oder verschwiegen werden. Sie greift wenig beachtete oder weitgehend tabuisierte Themen auf, um eine Politisierung möglichst vieler Menschen voranzutreiben und auf widerständige und alternative Traditionen, die in Tirol seit jeher existieren, hinzuweisen.
Warum sich die Gesellschaft auf den sozialrevolutionären Michael Gaismair beruft anstatt auf den „Tiroler Landeshelden“ Andreas Hofer, wie die Geschichte der Gesellschaft verlaufen ist und mit welchen Publikationen sie versucht, sich Gehör zu verschaffen, wird an diesem Abend erläutert. Die beiden Herausgeber des Gaismair-Jahrbuchs, Horst Schreiber und Martin Haselwanter, stellen die Jahrbücher und Schriftenreihen der Gesellschaft am Beispiel der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der Gewalt gegen Kinder der unteren Klassen, der lokalen Protestkultur oder der Fanszene des FC Wacker Innsbruck vor.
Ziel des Abends ist eine Wiederherstellung von Kontakten mit Südtirol, die während der 1970er- und 1980er-Jahre prägend waren.

Die Uni ist tot - es lebe die Uni?

Im Dezember 2014 trafen Sigrid Maurer (Nationalrätin der Grünen) Roland Psenner (Vizerektor für Lehre und Studierende der Uni Innsbruck) und Martin Haselwanter (externer Lehrender und Verfasser der Dissertation Gesellschaft – Bildung – Protest) zusammen, um unter der Leitung von Andrea Umhauer über das Thema Bildungsökonomisierung zu diskutieren.
Muss die Uni als tot betrachtet werden? Ist das Ideal der Hochschule gescheitert? Geht es nur noch darum Humankapital für den Arbeitsmarkt zu produzieren? - Oder ist vielleicht doch alles nicht so schlimm?

Hier kann die Diskussion nachgehört werden: Teil 1, Teil 2

 

Radio-Beiträge zum Gaismair-Jahrbuch 2015

Im Rahmen der KulturTon-Sendung "UniMagazin" auf Radio-Freirad war Jahrbuch-Mitherausgeber Martin Haselwanter live im Studio zu Gast. Im Interview mit Michael Gams wurde über das aktuelle Jahrbuch und die Michael-Gaismair-Gesellschaft gesprochen. Der Beitrag vom 1. Dezember 2014 über knapp 7 min. ist hier nachzuhören, die gesamte Sendung hier.

An dieser Stelle ist die Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs vom 2. Dezember 2014 in der Buchhandlung Haymon in voller Länge zu hören.

 



Gaismair-Jahrbuch 2015. Gegenstimmen

Das diesjährige Gaismair-Jahrbuch „Gegenstimmen“ greift aktuelle Auseinandersetzungen um Bettelverbote und Prostitution auf. Die Problematik profitorientierter Bildungsinitiativen, die Ausbeutung von ErntehelferInnen und der Widerstand zu Kriegsende 1945 sind ebenso Themen wie die Zivilcourage einer jenischen Dichterin, die Suche nach einem Vater in den Überresten amtlicher Dokumente und der Bedarf an angemessenen Versorgungsstrukturen in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Aufarbeitung von Gewalt in Behindertenheimen und die Erfahrungen Betroffener sind ein weiterer Schwerpunkt. Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

Präsentationstermin
Dienstag, 2. Dezember 2014, 19:30 Uhr

Buchhandlung Haymon, Sparkassenplatz 4, Innsbruck

Weitere Infos zum Jahrbuch

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Horst Schreiber: Dem Schweigen verpflichtet. Erfahrungen mit SOS-Kinderdorf

Der neue Band von transblick: Erstmals finden jene Stimmen Gehör, die von gewalttätigen und verletzenden Erfahrungen berichten. Das Betreuungskonzept von SOS-Kinderdorf stellte eine familiale Situation nach. Der Dorfleiter repräsentierte die väterliche Ordnung und Sanktionsgewalt, die mütterlicher Fürsorge die heilende Kraft für das verlassene Kind.

Die mangelnde Fachlichkeit und das Konzept der Geschlechterhierarchie schufen Gelegenheitsstrukturen der Gewalt. Auch wenn sich die Fremdunterbringung im SOS-Kinderdorf positiv von der Form des Heimes und der Pflegefamilie unterschied, sind zahlreiche Kinder ein zweites Mal „aus dem Nest gefallen“. Zum Schutz seines guten Rufes war SOS-Kinderdorf bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche lange Zeit um Geheimhaltung bemüht und schaute deshalb nicht ausreichend hin.

Einladung zur Buchpräsentation am 3.11.2014 im Haus der Begegnung, Innsbruck

Leseproben

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Gudrun Axeli-Knapp: Arbeiten am Unterschied. Eingriffe feministischer Theorie

Der neue Band von transblick, der sozialwissenschaftlichen Reihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft

Bei den Texten in diesem Band handelt es sich um „Eingriffe“ aus dem und in das Feld feministischer Theorie. Sie sind in verschiedenen Praxis- zusammenhängen entstanden und thematisieren Fragen der Gleichstellungs- und Diversitypolitik oder stellen theoretische Überlegungen zum Wechsel- und Widerspiel feministischer Theorie und Praxis zur Diskussion.

Buchpräsentation am 6. März um 19 Uhr an der Kunstuniversität in Linz und am 11. März 18 Uhr im ega: frauen im zentrum in Wien

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Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2014 in Landeck

Mittwoch, 5. März 2014 um 19.30 Uhr
Stadtbücherei Landeck, Schulhausplatz 2

Barbara Maldoner-Jäger spricht über den Schwerpunkt, der die Geschichte von FLUCHTpunkt wesentlich geprägt hat, das Engagement für Jugendliche und (junge) Erwachsene aus den Maghrebstaaten. Elisabeth Hussl stellt ihren Beitrag „Bettelverbote im Namen öffentlicher Sicherheit und Ordnung“ vor und thematisiert die Kriminalisierung von armutsbetroffenen Menschen. Einleitende Worte zum diesjährigen Gaismair-Jahrbuch mit dem Titel „Standpunkte“: Monika Jarosch.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird die Ausstellung von Anni Zolett, Christine Heinz, Eva Tilzer und Sonja Marnissi zum ♀Tag eröffnet: Bilder und Objekte.

 

Radiobeitrag: Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2014

Im Rahmen der Freirad-Radiosendung KulturTon verfasste Sónia Melo einen etwa 10 min. dauernden Beitrag zur heurigen Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs am 27. November 2013. Der Beitrag ist hier nachzuhören und die gesamte Präsentation ist an dieser Stelle zu finden.

 

Gaismair-Jahrbuch 2014

 „Standpunkte“ ist der Titel des diesjährigen Gaismair-  Jahrbuches. Dokumentiert werden Kritik und Alternativen: im Bildungsbereich, im Umgang mit Migration, Ausgrenzung und Rassismus und in der Arbeiterbewegung. Wahlen, rechte Netzwerke und der Nationalsozialismus sind ebenso Thema  wie die aktuellen Reaktionen der Opfer der Heimerziehung, Schwangerschaftsabbruch, Bettelverbote und die Bundesheer-Volksbefragung. Den Abschluss bildet ein Literaturteil.

Weitere Infos zum Jahrbuch und dessen Erwerb sind hier zu finden!

 

Entgegnung zur Rezension des Gaismair-Jahrbuchs 2014

In der Tiroler Tageszeitung vom 27.12.2013 rezensierte Joachim Leitner (jole) das aktuelle Gaismair-Jahrbuch. Jedoch wurde dabei weniger das Ziel vefolgt, den Sammelband und seine über 40 Beiträge redlich zu diskutieren, sondern vielmehr einzelne Textinhalte von Martin Haselwanter zu diffamieren. Eine Entgegnung des Autors ist hier zu finden.

 

Neue Homepage der Michael-Gaismair-Gesellschaft: www.heimerziehung.at

Gloria Koch - UmklammerungEinführungsvideos, Sachtexte, Erfahrungsberichte, Film- und Audioberichte, Zeitungsberichte, Kommissionsberichte, wichtige Adressen und aktuelle Meldungen dienen der Information, Meinungsbildung und Diskussion.

Zur Homepage

 

Ausblick transblick 2014

transblick Band 10

Edgar Forster, Doris Gödl, Christian Kloyber, Stefan Vater, Meinrad Ziegler: Strategien der De-Politisierung. Transformationen der Demokratie.

Entpolitisierung wird vielfach als schicksalhafte Begleiterscheinung von Globalisierung betrachtet, als Folge von mangelnder Bereitschaft zu Kooperation von Bürgerinnen und Bürgern oder als Indikator für Ignoranz gegenüber öffentlichen Belangen im Zusammenhang mit Prozessen der Individualisierung. Dieses Buch analysiert „Entpolitisierung“ als De-Politisierung, als strategischen Effekt von Herrschaftsverhältnissen, der in konkreten Feldern der Gesellschaft lokalisiert und rekonstruiert werden kann. Fünf gesellschaftstheoretisch orientierte Fallstudien nehmen die erreichte Normalität neoliberaler Dominanz in den Blick.

 

Gaismair-Jahrbuch 2013. BlickWechsel

Gaismair_Jahrbuch 2013

 Dokumentiert werden Kritik und Alternativen: in der Stadtpolitik, im System Sonderschule und in der Fußballfankultur in Innsbruck. Aber auch der gegenwärtige Umgang mit Vertreibung, Behindertenmord und Widerstand im Nationalsozialismus sind ebenso Thema wie Lebenswege ehemaliger Heimkinder und die Weitergabe von Traumafolgestörungen. Mit Alexandra Weiss wird eine Pionierin der Michael-Gaismair-Gesellschaft verabschiedet. Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer. Zum Inhaltsverzeichnis

 

 

Ohne Filter. Arbeit und Kultur in der Tabakfabrik Linz

Die Studie möchte einen Beitrag zu der Erkenntnis zu leisten,   dass Privatisierung und Verkauf des staatlichen Unternehmens Austria Tabak einen politischen und ökonomischen Verlust für die österreichische Gesellschaft bedeuten. Die politische Logik, die zu dieser Entwicklung geführt hat, brachte eine Kultur zum Verschwinden, in der Arbeit und Leben positiv aufeinander bezogen werden konnten. Bericht im Kurier

 

 

Ich sterbe stolz und aufrecht. Tirols SozialistInnen und KommunistInnen im Widerstand gegen Hitler

 „Ich sterbe stolz und aufrecht" schrieb der Kufsteiner Eisenbahner Georg Gruber in seinem Abschiedsbrief an die Eltern am Tag seiner Hinrichtung. So wie er starben zahlreiche TirolerInnen im Bewusstsein, dass ihr Kampf gegen den NS-Staat am Ende nicht umsonst sein würde. Für die Überlebenden und Angehörigen der Opfer begann nach 1945 ein mühseliger Kampf um Entschädigungen und Rentenansprüche. Auf eine offizielle Würdigung wareteten sie vergebens. Lesen Sie mehr

 

 

Michael-Gaismair-Gesellschaft

c/o AEP-Frauenbibliothek
Schöpfstraße 19
6020 Innsbruck

Telefon und Fax: +43 512 583 698
E-Mail: verein@gaismair-gesellschaft.at

http://www.gaismair-gesellschaft.at/
Abgerufen am: 04.09.2015