Sama Maani

Kultur, Religion, Menschenrechte. Was leitet uns in der Migrationsdebatte?

Flüchtlingskrise und die Herausforderungen der Integration, Terrorakte und die Silvesterereignisse in Köln, Diskussionen um Verschleierung und Religionsausübung, islamistische Tendenzen und gesellschaftlicher Rechtsruck: die aktuellen Entwicklungen und Ereignisse fordern uns heraus. Selbst jene, die bisher zu wissen glaubten, wovon sie überzeugt sind, zweifeln und zögern zunehmend, wenn es darum geht, diese Prozesse einzuordnen und die richtigen Schlüsse für eine emanzipatorische Politik daraus zu ziehen. Denn diese Entwicklungen erschüttern unsere Grundwerte und zwingen uns, grundlegende Fragen zu stellen

Es diskutieren:
Sama Maani (Psychoanalytiker und Autor, Wien)
Alexandra Weiss (Politikwissenschafterin, Innsbruck)
Moderation: Andreas Exenberger (Ökonom, Innsbruck)

Zeit: 30.11.2016, 19:00 Uhr
Ort: liber wiederin, Erlerstraße 6, 6020 Innsbruck

Eine Veranstaltung von Arbeitskreis Globales Lernen, Südwind, Michael-Gaismair-Gesellschaft, liber wiederin und den Büro für Gleichstellung und Gender Studies.

freirad Freies Radio Innsbruck

Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2017 zum Nachören.

Am 23. November 2016 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2017 mit dem Titel „Trotz alledem“ von den HerausgeberInnen Horst Schreiber, Martin Haselwanter und Elisabeth Hussl präsentiert. Neben ihnen sind in der etwa 60 min dauernden Aufnahme von Radio Freirad die AutorInnen Alexandra Weiss und Thomas Parth zu hören.

Hier zum Nachhören

Edith Hessenberger: Alte Neue TelferInnen

Edith Hessenberger: Alte Neue TelferInnen.

Migrationsgeschichten und biografische Erinnerungen

Der Band 18 der Studien zu Geschichte und Politik der Gaismair-Gesellschaft wird am 7.6.2016 in der Villa Schindler, Obermarktstraße 45, in Telfs um 19 Uhr präsentiert.

Die 20 Lebenserzählungen Alter Neuer TelferInnen veranschaulichen die jüngere Migrationsgeschichte Tirols. Sie zeigen die Vielfalt unserer Gesellschaft auf und lassen, was zunächst fremd erscheint, vertraut werden.

Der Fotograf Michael Haupt ergänzt die Erzählungen in Form sehr persönlicher Porträts

freirad Freies Radio Innsbruck

Live-Mitschnitt der Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2016

Am 10. Dezember 2015 wurde das Gaismair-Jahrbuch 2016 mit dem Titel ‚Zwischentöne‘ von den HerausgeberInnen Horst Schreiber, Monika Jarosch, Lisa Gensluckner, Martin Haselwanter und Elisabeth Hussl präsentiert. Daneben sind die AutorInnen Stephan Blaßnig, Gamze Eren und Christine Rainer sowie Alois Lucke im Gespräch mit Horst Schreiber in diesem Mitschnitt von Radio Freirad zu hören.Sendereihe Gaismair-Jahrbuch bei Radio Freirad

Gaismair-Jahrbuch 2016. Zwischentöne

Gaismair-Jahrbuch 2016. Zwischentöne

Das diesjährige Gaismair-Jahrbuch beleuchtet die gegenwärtige Flüchtlingsdebatte und greift Kritik, Widerstand, Entwicklungen und Perspektiven im Umgang mit Flüchtlingen entlang der „Brennerroute“ sowie im europäischen und globalen Kontext auf. Ein Schwerpunkt behandelt die Situation von Kurdinnen und Kurden in Österreich und darüber hinaus; ein anderer die Geschichte von Jenischen und Menschen, die in Tirol jahrzehntelang in Baracken und Lagern lebten. Weitere Beiträge setzen sich auseinander mit familialer Gewalt in der Erziehung der letzten 40 Jahre, der Zerstörung der Austria Tabak durch Privatisierung und der Rolle von Daniel Sailer, einem der führenden Köpfe bei der Gründung der Tiroler Sonderschule. Ein Thema ist die Filmzensur in den 1980er-Jahren in Tirol wegen der Verletzung religiöser Gefühle eines Durchschnittsmenschen. Abi Bauer, dem letzten Nachkommen der jüdischen Gründerfamilie des Kaufhauses Tyrol ist ein biografischer Nachruf gewidmet . Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

Weitere Infos zum Jahrbuch

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Kematen in der NS-Zeit. Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

Sabine Pitscheider Kematen in der NS-Zeit. Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

Neuerscheinung: Band 19 der Studien zu Geschichte und Politik der Gaismair-Gesellschaft (hg. von Horst Schreiber)

Die dörflichen Machtverhältnisse blieben bis auf eine kurze Phase dieselben, mächtige Bauernfamilien bestimmten weiterhin das Leben im Ort – nun allerdings gemeinsam mit der NSDAP. Doch der Zweite Weltkrieg veränderte Kematen nachhaltig. Die Messerschmittwerke produzierten hier Flugzeugteile, eine Südtirolersiedlung nahm die zugezogene Arbeiterschaft auf, im Zwangsarbeiterlager lebten Tausende Gefangene. Diese quellenreiche Publikation schildert die wichtigsten Ereignisse der Gemeinde Kematen in Tirol von 1935 bis in die 1950er Jahre und ihre (fast) vergessene Geschichte.

Leseproben

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Michael-Gaismair-Gesellschaft Logo

Michael Gaismair: Ein Tiroler Held!?

Wer war Michael Gaismair? Warum wird Andreas Hofer im Gegensatz zu ihm als Volksheld dargestellt? Und warum ist Michael Gaismair dem Großteil der Tiroler Bevölkerung unbekannt?                 
Um ein bisschen Licht in die Dunkelheit rund um die historische Figur Michael Gaismair (1490 – 1532) zu bringen, wird an dieser Stelle auf einen Text von Horst Schreiber aus dem Jahr 2001 verwiesen, der den sozialrevolutionären Tiroler Bauernführer portraitiert.
Hier nachzulesen.

Horst Schreiber/Irmgard Bibermann Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni.

Horst Schreiber/Irmgard Bibermann Von Innsbruck nach Israel.

Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni. Mit einem historischen Essay über jüdisches Leben in Tirol

Der neue Band der Studien zu Geschichte und Politik der Michael-Gaismair-Gesellschaft und der Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, NF 54

„Schaut gut auf Innsbruck, wer weiß, ob ihr das noch einmal sehen werdet.“ Mit diesen Worten fordert Amalie Turteltaub ihre Enkelkinder vor der erzwungenen Abreise nach Wien auf, einen letzten Blick auf die Heimatstadt zu werfen. Erich und Poldi retten sich nach Palästina, die Großeltern, die kleine Schwester Gitta, der Stiefvater Salo und zahlreiche weitere Verwandte kommen in den Todeslagern des Nationalsozialismus ums Leben.

Leseproben und Interview mit Abraham Gafni

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Gisela Hormayr "Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten"

Gisela Hormayr „Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten“.

Opfer des konservativ-katholischen Widerstands in Tirol 1938-1945

Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert dieses Buch an Menschen, die sich aus katholisch-konservativer Überzeugung dem totalen Machtanspruch des Regimes in Tirol widersetzten.

Die Ordensschwester, die sich der Beschlagnahmung ihres Klosters nicht fügen wollte, der unbequeme kritische Priester, der katholische Familienvater, der seinen Kindern verbot, der Hitlerjugend beizutreten, das ausgeforschte Mitglied des organisierten katholisch-konservativen Widerstandes, die einfache „Volksgenossin“, die unbedacht Kritik am NS-Regime äußerte: Sie alle gerieten nach 1938 in das Visier der Gestapo, allzu häufig denunziert von willfährigen MitbürgerInnen. Folter, Haft, Konzentrationslager oder Todesstrafe waren der Preis, den diese widerständigen Tirolerinnen und Tiroler für ihren aufrechten Gang bezahlen mussten. Feldgerichte verhängten Todesurteile gegen Soldaten für oft geringfügige Vergehen oder angebliche „Feigheit vor dem Feind“. Deserteure wurden sofort nach ihrer Ergreifung hingerichtet oder in Straflager und Strafbataillone geschickt – mit nur geringen Überlebenschancen. Noch in den letzten Kriegstagen starben zahlreiche Mitglieder lokaler Tiroler Widerstandsgruppen beim Versuch, ihre Heimatorte vor weiteren Zerstörungen zu bewahren.

Leseproben:

Inhaltsverzeichnis und Einleitung

Opfer des Kirchenkampfes

Opfer der Militärjustiz

Widerstand gegen den „Endkampf“

Bestellung: StudienVerlag