Kematen in der NS-Zeit. Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

Sabine Pitscheider Kematen in der NS-Zeit. Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

Neuerscheinung: Band 19 der Studien zu Geschichte und Politik der Gaismair-Gesellschaft (hg. von Horst Schreiber)

Die dörflichen Machtverhältnisse blieben bis auf eine kurze Phase dieselben, mächtige Bauernfamilien bestimmten weiterhin das Leben im Ort – nun allerdings gemeinsam mit der NSDAP. Doch der Zweite Weltkrieg veränderte Kematen nachhaltig. Die Messerschmittwerke produzierten hier Flugzeugteile, eine Südtirolersiedlung nahm die zugezogene Arbeiterschaft auf, im Zwangsarbeiterlager lebten Tausende Gefangene. Diese quellenreiche Publikation schildert die wichtigsten Ereignisse der Gemeinde Kematen in Tirol von 1935 bis in die 1950er Jahre und ihre (fast) vergessene Geschichte.

Leseproben

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Michael Gaismair: Ein Tiroler Held!?

Wer war Michael Gaismair? Warum wird Andreas Hofer im Gegensatz zu ihm als Volksheld dargestellt? Und warum ist Michael Gaismair dem Großteil der Tiroler Bevölkerung unbekannt?                 
Um ein bisschen Licht in die Dunkelheit rund um die historische Figur Michael Gaismair (1490 – 1532) zu bringen, wird an dieser Stelle auf einen Text von Horst Schreiber aus dem Jahr 2001 verwiesen, der den sozialrevolutionären Tiroler Bauernführer portraitiert.
Hier nachzulesen.

Horst Schreiber/Irmgard Bibermann Von Innsbruck nach Israel. Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni.

Horst Schreiber/Irmgard Bibermann Von Innsbruck nach Israel.

Der Lebensweg von Erich Weinreb/Abraham Gafni. Mit einem historischen Essay über jüdisches Leben in Tirol

Der neue Band der Studien zu Geschichte und Politik der Michael-Gaismair-Gesellschaft und der Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs, NF 54

„Schaut gut auf Innsbruck, wer weiß, ob ihr das noch einmal sehen werdet.“ Mit diesen Worten fordert Amalie Turteltaub ihre Enkelkinder vor der erzwungenen Abreise nach Wien auf, einen letzten Blick auf die Heimatstadt zu werfen. Erich und Poldi retten sich nach Palästina, die Großeltern, die kleine Schwester Gitta, der Stiefvater Salo und zahlreiche weitere Verwandte kommen in den Todeslagern des Nationalsozialismus ums Leben.

Leseproben und Interview mit Abraham Gafni

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Gisela Hormayr "Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten"

Gisela Hormayr „Die Zukunft wird unser Sterben einmal anders beleuchten“.

Opfer des konservativ-katholischen Widerstands in Tirol 1938-1945

Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert dieses Buch an Menschen, die sich aus katholisch-konservativer Überzeugung dem totalen Machtanspruch des Regimes in Tirol widersetzten.

Die Ordensschwester, die sich der Beschlagnahmung ihres Klosters nicht fügen wollte, der unbequeme kritische Priester, der katholische Familienvater, der seinen Kindern verbot, der Hitlerjugend beizutreten, das ausgeforschte Mitglied des organisierten katholisch-konservativen Widerstandes, die einfache „Volksgenossin“, die unbedacht Kritik am NS-Regime äußerte: Sie alle gerieten nach 1938 in das Visier der Gestapo, allzu häufig denunziert von willfährigen MitbürgerInnen. Folter, Haft, Konzentrationslager oder Todesstrafe waren der Preis, den diese widerständigen Tirolerinnen und Tiroler für ihren aufrechten Gang bezahlen mussten. Feldgerichte verhängten Todesurteile gegen Soldaten für oft geringfügige Vergehen oder angebliche „Feigheit vor dem Feind“. Deserteure wurden sofort nach ihrer Ergreifung hingerichtet oder in Straflager und Strafbataillone geschickt – mit nur geringen Überlebenschancen. Noch in den letzten Kriegstagen starben zahlreiche Mitglieder lokaler Tiroler Widerstandsgruppen beim Versuch, ihre Heimatorte vor weiteren Zerstörungen zu bewahren.

Leseproben:

Inhaltsverzeichnis und Einleitung

Opfer des Kirchenkampfes

Opfer der Militärjustiz

Widerstand gegen den „Endkampf“

Bestellung: StudienVerlag

Gisela Hormayr: Ich sterbe stolz und aufrecht

Gisela Hormayr: Ich sterbe stolz und aufrecht.

Tirols SozialistInnen und KommunistInnen im Widerstand gegen Hitler

 „Ich sterbe stolz und aufrecht“ schrieb der Kufsteiner Eisenbahner Georg Gruber in seinem Abschiedsbrief an die Eltern am Tag seiner Hinrichtung. So wie er starben zahlreiche TirolerInnen im Bewusstsein, dass ihr Kampf gegen den NS-Staat am Ende nicht umsonst sein würde. Für die Überlebenden und Angehörigen der Opfer begann nach 1945 ein mühseliger Kampf um Entschädigungen und Rentenansprüche. Auf eine offizielle Würdigung wareteten sie vergebens. Lesen Sie mehr

freirad Freies Radio Innsbruck

Radio-Beiträge zum Gaismair-Jahrbuch 2015

Im Rahmen der KulturTon-Sendung „UniMagazin“ auf Radio-Freirad war Jahrbuch-Mitherausgeber Martin Haselwanter live im Studio zu Gast. Im Interview mit Michael Gams wurde über das aktuelle Jahrbuch und die Michael-Gaismair-Gesellschaft gesprochen. Der Beitrag vom 1. Dezember 2014 über knapp 7 min. ist hier nachzuhören, die gesamte Sendung hier.

An dieser Stelle ist die Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs vom 2. Dezember 2014 in der Buchhandlung Haymon in voller Länge zu hören.

uni-brennt

Die Uni ist tot – es lebe die Uni?

Im Dezember 2014 trafen Sigrid Maurer (Nationalrätin der Grünen) Roland Psenner (Vizerektor für Lehre und Studierende der Uni Innsbruck) und Martin Haselwanter (externer Lehrender und Verfasser der Dissertation Gesellschaft – Bildung – Protest) zusammen, um unter der Leitung von Andrea Umhauer über das Thema Bildungsökonomisierung zu diskutieren.
Muss die Uni als tot betrachtet werden? Ist das Ideal der Hochschule gescheitert? Geht es nur noch darum Humankapital für den Arbeitsmarkt zu produzieren? – Oder ist vielleicht doch alles nicht so schlimm?

Hier kann die Diskussion nachgehört werden: Teil 1, Teil 2

Gaismair-Jahrbuch 2015. Gegenstimmen

Gaismair-Jahrbuch 2015. Gegenstimmen

Das diesjährige Gaismair-Jahrbuch „Gegenstimmen“ greift aktuelle Auseinandersetzungen um Bettelverbote und Prostitution auf. Die Problematik profitorientierter Bildungsinitiativen, die Ausbeutung von ErntehelferInnen und der Widerstand zu Kriegsende 1945 sind ebenso Themen wie die Zivilcourage einer jenischen Dichterin, die Suche nach einem Vater in den Überresten amtlicher Dokumente und der Bedarf an angemessenen Versorgungsstrukturen in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Aufarbeitung von Gewalt in Behindertenheimen und die Erfahrungen Betroffener sind ein weiterer Schwerpunkt. Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

Weitere Infos zum Jahrbuch

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Horst Schreiber: Dem Schweigen verpflichtet

Horst Schreiber: Dem Schweigen verpflichtet. Erfahrungen mit SOS-Kinderdorf

Der neue Band von transblick: Erstmals finden jene Stimmen Gehör, die von gewalttätigen und verletzenden Erfahrungen berichten. Das Betreuungskonzept von SOS-Kinderdorf stellte eine familiale Situation nach. Der Dorfleiter repräsentierte die väterliche Ordnung und Sanktionsgewalt, die mütterlicher Fürsorge die heilende Kraft für das verlassene Kind.

Die mangelnde Fachlichkeit und das Konzept der Geschlechterhierarchie schufen Gelegenheitsstrukturen der Gewalt. Auch wenn sich die Fremdunterbringung im SOS-Kinderdorf positiv von der Form des Heimes und der Pflegefamilie unterschied, sind zahlreiche Kinder ein zweites Mal „aus dem Nest gefallen“. Zum Schutz seines guten Rufes war SOS-Kinderdorf bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche lange Zeit um Geheimhaltung bemüht und schaute deshalb nicht ausreichend hin.

Einladung zur Buchpräsentation am 3.11.2014 im Haus der Begegnung, Innsbruck

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Gudrun Axeli-Knapp: Arbeiten am Unterschied

Gudrun Axeli-Knapp: Arbeiten am Unterschied. Eingriffe feministischer Theorie

Der neue Band von transblick, der sozialwissenschaftlichen Reihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft

Bei den Texten in diesem Band handelt es sich um „Eingriffe“ aus dem und in das Feld feministischer Theorie. Sie sind in verschiedenen Praxis- zusammenhängen entstanden und thematisieren Fragen der Gleichstellungs- und Diversitypolitik oder stellen theoretische Überlegungen zum Wechsel- und Widerspiel feministischer Theorie und Praxis zur Diskussion.

Buchpräsentation am 6. März um 19 Uhr an der Kunstuniversität in Linz und am 11. März 18 Uhr im ega: frauen im zentrum in Wien

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