Horst Schreiber: Endzeit. Krieg und Alltag in Tirol 1945

Die nationalsozialistische Herrschaft funktionierte in Tirol bis zuletzt. Wie sie sich langsam auflöste, ist Inhalt dieses Buches.

Tiroler Soldaten erlebten den Krieg als touristisches Unternehmen und als Möglichkeitsraum, als Kämpfer für das deutsche Vaterland, als Kriegsverbrecher, Opfer und Deserteure. Die meisten starben im letzten Kriegsjahr. Eindringlich schildert die Studie den Verfall der Stimmung im Land, den Terror gegen die eigene Bevölkerung und die Mobilisierung der letzten Kräfte zur Verlängerung eines längst verlorenen Krieges.

Die Beziehungen der Einheimischen zu den Befreiern und Besatzern, der Umgang mit Flüchtlingen und Vertriebenen und die höchst unterschiedlichen Auswirkungen des Zusammenbruchs der Diktatur auf Individuen und Kollektive analysiert Horst Schreiber wie den Auflösungsprozess der Naziherrschaft: durch ständige Perspektivenwechsel und einen Chor der Vielstimmigkeit.

Leseproben, ein Audio und ein Fernsehinterview