Lesung Richard Schuberth: Vom Antisemitismus, der keiner sein will

Mittwoch, 17.6.2026, 19:00 Uhr

Plenarsaal des Rathauses, Rathausgalerien, 6. Stock, Maria-Theresien-Straße 18, Innsbruck

Moderation Alexandra Weiss

Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung.

Er ergründet in Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand.

Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und PalästinenserInnen? Diesen Fragen geht Schuberth nach.

Kooperationspartner: Stadt Innsbruck, Michael-Gaismair-Gesellschaft, Demokratie Kultur Dialog, Israelitische Kultusgemeinde, Lehrhaus Innsbruck, Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus