Das Gaismair-Jahrbuch

HerausgeberInnen

Das Gaismair-Jahrbuch versammelt kritische Beiträge über zeitgeschichtliche, gesellschaftspolitische und (sub)kulturelle Entwicklungen in Tirol, Österreich und darüber hinaus. Ein eigener Schwerpunkt ist der Literatur gewidmet.

Grundintention ist dabei immer, Perspektiven der Veränderung und des Widerstandes gegen herrschaftliche Verhältnisse zu eröffnen, um auf kritische Betrachtungsweisen und Alternativen hinzuweisen.

Die Jahrbücher wenden sich an ein breites Publikum politisch, gesellschaftlich und literarisch interessierter Menschen. Historische und sozialwissenschaftliche Forschungsergebnisse werden so aufbereitet, dass sie einer großen Schicht von LeserInnen – weit über den Wissenschaftsbetrieb hinaus – zugänglich sind.

Tirol: Gegen den Strom

Gaismair-Jahrbuch 2001.
Tirol: Gegen den Strom

Menschenbilder - Lebenswelten

Gaismair-Jahrbuch 2002.
Menschenbilder – Lebenswelten

Innsbruck - StattLeben

Gaismair-Jahrbuch 2003.
Innsbruck – StattLeben

Gegenwind

Gaismair-Jahrbuch 2004.
Gegenwind

Heimat bist du großer Söhne

Gaismair-Jahrbuch 2005.
Heimat bist du großer Söhne

Am Rand der Utopie

Gaismair-Jahrbuch 2006.
Am Rand der Utopie

Zu wahr, um schön zu sein

Gaismair-Jahrbuch 2007.
Zu wahr, um schön zu sein

Auf der Spur

Gaismair-Jahrbuch 2008.
Auf der Spur

Überwältigungen

Gaismair-Jahrbuch 2009.
Überwältigungen

heim@tlos

Gaismair-Jahrbuch 2010.
heim@tlos

in bewegung

Gaismair-Jahrbuch 2011.
in bewegung

Demokratie - Erinnerung - Kritik

Gaismair-Jahrbuch 2012.
Demokratie – Erinnerung – Kritik

BlickWechsel

Gaismair-Jahrbuch 2013.
BlickWechsel

Gaismair-Jahrbuch 2014.
Standpunkte

 

Gaismair-Jahrbuch 2015.
 Gegenstimmen

Gaismair-Jahrbuch 2016.
 Zwischentöne

 

Gaismair-Jahrbuch 2017. Trotz alledem

 

Gaismair-Jahrbuch 2018. Im Zwiespalt

 

Gaismair-Jahrbuch 2019. Schöne Aussichten

   

 

Wir danken Helmut Schönauer, der für das Projekt alo_logo die Gaismair-Kalender der Jahre 1980 bis 1995 digitalisiert hat.

 

Alte Schriftenreihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft

Benedikt Erhard: Bauernstand und Politik. Zur Geschichte des Tiroler Bauernbundes, Wien-München 1981 (Schriftenreihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft 1).

Richard Hussl: Demokratie und Arbeitsplatz. Mitbestimmung in der Perspektive Tiroler Wirtschaftsverbände, Wien-München 1982 (Schriftenreihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft 2).

Heinz Fischer (Hrsg.): Heile Welt in der Region? Beiträge zum politischen und spzialen System Tirols, Bregenz 1983 (Schriftenreihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft 3).

Max Preglau: Fremdenverquer. Kosten und Nutzen des Tourismus am Beispiel Obergurgl, Innsbruck 1985 (Schriftenreihe der Michael-Gaismair-Gesellschaft 4).

Sonderband der Gaismair-Gesellschaft: Almud Magis und Bernhard Nicolussi Castellan (Hg.): Ansichtssachen. 61 Gründe, Innsbruck zu verlassen oder dazubleiben, Innsbruck 1996. 

 

Die soziale Frage in Geschichte und Gegenwart dominiert das diesjährige Gaismair-Jahrbuch. Es geht um die Versorgung Armer und um „Asoziale“ im KZ, die Abwertung von „Sandlern“ und die Demütigung von Heimopfern, den Kampf gegen die Ausbeutung von Erntearbeiter_innen und die Moralisierung des Alltags bedürftiger Menschen.         
Drei Beiträge beleuchten die regionale Besonderheit in Tirols Parteienlandschaft, den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Skihauptschule Neustift und die Auseinandersetzung Innsbrucks Burschenschaften mit dem Nationalsozialismus.              
Ein Schwerpunkt widmet sich heterosexuellen Verhältnissen: Lust, Angst und Askese; Sex, Macht und Leistung sowie der Dekonstruktion von Pornographie. Ein anderer setzt sich mit Verbotsmaßnahmen im innerstädtischen Bereich und dem Recht auf die Nutzung des öffentlichen Raums auseinander. Ein Beitrag beschäftigt sich mit den Nachwirkungen des Wurfs eines Zuckerstreuers auf Jörg Haider. Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

Blick ins Jahrbuch 2019 mit LESEPROBE

ZUR BUCHBESTELLUNG

STADT DER VERBOTE – RECHT AUF STADT

Sandlerdebatte im Innsbrucker Gemeinderat 1979 · Innsbruck, die Stadt der Verbote? ·

Ein Zuckerstreuer für Jörg Haider

DIE SOZIALE FRAGE GESTERN UND HEUTE

Lebensarbeit am Vorabend des Sozialstaats · Zuerst die Moral, dann das Fressen · „Unterwäschewechselhäufigkeit“ · Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter_innen in Österreich

ARMUT – SOZIALE AUSGRENZUNG – MIGRATION

Vom Sehen und Übersehen absoluter Armut in wohlhabenden Gesellschaften · Armutsmigration nach Tirol am Beispiel der Südslowakei · Lebensbedingungen bettelnder und notreisender Menschen in Tirol · Antiziganismus in der Migrationsgesellschaft

POLITIK / GEWALT

Wandel und Beharrung in Tirols Parteienlandschaft · Wenn Kinder dem Leistungsprinzip geopfert werden · Tirols beschämende Entschädigungspraxis für Heimopfer  

HETEROSEXUELLE VERHÄLTNISSE

Everything is about sex. Except sex. Sex is about power · Pornographie · Vögeln ist schön – warum wir aber nicht fliegen

NATIONALSOZIALISMUS: VERFOLGUNG – WIDERSTAND – BURSCHENSCHAFTEN

Die Nichtanerkennung der Maria Strasser als NS-Opfer · Josefine Schneider – eine Jüdin im kommunistischen Widerstand · Der Umgang Innsbrucks Burschenschaften mit dem Nationalsozialismus

LITERATUR

Christoph W. Bauer · Helwig Brunner · Antonio Fian · Birgit Müller-Wieland · José F. A. Oliver · Judith Nika Pfeifer · Doron Rabinovici

Horst Schreiber/Elisabeth Hussl (Hg.): Gaismair-Jahrbuch 2019. Schöne Aussichten, Innsbruck-Wien-Bozen 2018, StudienVerlag, ISBN: 978-3-7065-5912-6

Gaismair-Jahrbuch 2018. Im Zwiespalt

Das diesjährige Gaismair-Jahrbuch diskutiert den Abbau der Demokratie, die Schwächung der Idee von sozialer Gerechtigkeit durch die Privatisierungspolitik, die Verwissenschaftlichung der Bildungs- und Wissenspolitik, die sich als alternativlos darstellt, und die neue Rede über Bildung, Leistung und Erfolg, die den Menschen nach einem bestimmten Bild des Ökonomischen umformt.

Ein Schwerpunkt beleuchtet den Begriff der Heimat aus mehreren Perspektiven, fordert auf, ihn neu zu denken und ihn nicht der Identitätspolitik der Rechten zu überlassen. Ein Beitrag problematisiert Heimat unter dem Vorzeichen von Armut, ein anderer die Kriegerdenkmäler, ein weiterer thematisiert den Kampf gesellschaftlicher Autoritäten gegen eine rebellische Jugendkultur und das Aufbrechen überkommener moralischer Standards.

Ein Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Umgang mit Armut in wohlhabenden Gesellschaften, mit Migrationsbewegungen aus mittel- und osteuropäischen Ländern sowie mit den Lebensbedingungen von bettelnden und notreisenden Menschen.

Der Schwerpunkt 1918 / 1938 gibt einen vielseitigen Einblick in das letzte Kriegsjahr der Habsburgermonarchie und die Hungeraufstände in Innsbruck nach Kriegsende. Drei Beiträge setzen sich mit der Frage nach dem Verhalten von Menschen in der NS-Zeit auseinander. Ein Nachruf auf Rosi Hirschegger ehrt eine kämpferische Frau mit aufrechtem Gang.

Den Abschluss bildet ein Literaturteil, zusammengestellt von Christoph W. Bauer.

LESEPROBE

INHALT

DIE PERSPEKTIVE EINER GLOBALISIERTEN DEMOKRATIE? ENTTÄUSCHTE HOFFNUNGEN

Die Aushöhlung der Demokratie durch die europäische Wissens- und Bildungspolitik · Über Bildungsdiskurse und Politik · Der Primat der Produktivkräfte und die Demokratie · Konsens in der Politik tendiert zur Abschaffung von Politik

HEIMAT

Mit welchem Recht okkupieren die Rechten den Begriff „Heimat“ ausschließlich für sich? · Die Heimat · „Der Vater wie die gantze Familie ist Arbeitsscheu“ – eine Optionsgeschichte · Kriegerdenkmäler in Tirol ·Jugend-Kultur in den 1950er- und 1960er-Jahren

ARMUT – SOZIALE AUSGRENZUNG – MIGRATION

Vom Sehen und Übersehen absoluter Armut in wohlhabenden Gesellschaften · Armutsmigration nach Tirol am Beispiel der Südslowakei · Lebensbedingungen bettelnder und notreisender Menschen in Tirol · Antiziganismus in der Migrationsgesellschaft

1918 / 1938

Alphabet des Zusammenbruchs · Die Plünderungen in Innsbruck im Dezember 1919 · Anpassungsstrategien öffentlicher Bediensteter am Beispiel der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Hall in Tirol nach dem „Anschluss“ 1938 · Vom kleinen Nutzen der NS-Zeit für ein unbedeutendes Rädchen in der Gestapo · Hugo Schindler als Opfer des Innsbrucker Novemberpogroms · Rosi Hirschegger – Glühende Sozialdemokratin und Antifaschistin

LITERATUR

Christoph W. Bauer · Andreas Altmann · Elfriede Czurda  · Erwin Einzinger  · Sandra Hubinger · Klaus Merz  · Kathrin Schmidt  · Armin Sens

Horst Schreiber/Elisabeth Hussl/Martin Haselwanter (Hg.): Gaismair-Jahrbuch 2018. Im Zwiespalt, Innsbruck-Wien-Bozen 2017, StudienVerlag, ISBN: 978-3-7065-5649-1

Michael-Gaismair-Gesellschaft

c/o AEP-Frauenbibliothek
Schöpfstraße 19
6020 Innsbruck

Telefon und Fax: +43 512 583 698
E-Mail: verein@gaismair-gesellschaft.at

http://www.gaismair-gesellschaft.at/publikationen/jahrbucher/
Abgerufen am: 10.12.2018