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Die Michael-Gaismair-Gesellschaft lädt zur Präsentation des Buches


Regine Kramer:

Frauenspezifische Fluchtgründe im österreichischen Asylrecht
Rechtliche Beurteilung der Behörden und Problemstellungen im Asylverfahren

Tiroler Studien zu Geschichte und Politk, Band 11

Kramer Asyl

Zeit: Donnerstag, 26. November 2009, 19:00 Uhr
Ort:  Buchhandlung Wiederin, 6020 Innsbruck, Sparkassenplatz 4


Zum Buch: (siehe auch Tiroler Studien zu Geschichte und Politik)

Das Asylrecht stützt sich wesentlich auf völkerrechtliche Quellen, die eher den in patriarchalen Gesellschaften dem Mann zugeordneten „politischen” Lebensbereich berücksichtigen, während der Frauen zugeschriebene häusliche Bereich als privat angesehen und deshalb nicht einbezogen wird.
Dies hat zur Folge, dass immer noch Männer eher dem Bild des „typischen Flüchtlings” entsprechen. Diese Problematik wird in Österreich durch eine äußerst repressive Haltung gegenüber Flüchtlingen und ein sehr restriktives Asylrecht weiter verstärkt – Flüchtlinge werden vielmehr als Sicherheitsproblem denn als humanitäre Aufgabe wahrgenommen.
Die Autorin stellt in diesem Werk die Grundlagen des Asylrechts dar, um an ihnen die Möglichkeiten für frauenspezifisch Verfolgte in Österreich aufzuzeigen. Auch werden frauenspezifische Ausprägungen geschlechtsneutraler Verfolgung dargelegt.
Anhand einiger typischer frauenspezifischer Fluchtgründe wie weiblicher Genitalverstümmelung, häuslicher Gewalt oder Einschränkungen der Partnerwahl stellt sie dar, wie österreichische Behörden diese Verfolgungen beurteilen und welche Probleme insbesondere Frauen im Asylverfahren hindern, ihre Rechte bestmöglich geltend zu machen.


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