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Die Michael-Gaismair-Gesellschaft lädt in Kooperation mit dem Innsbrucker
Stadtarchiv zur Präsentation des Buches
Eine Hitlerjugend
Sozialisation, Biographie und Geschichte in einer soziologischen Fallstudie.
Tiroler Studien zu Geschichte und Politik - Bd. 5
von Waltraud Kannonier-Finster |
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ein. Es sprechen:
Horst Schreiber (Historiker) über die Bedeutung
des Buches für die Vermittlung des Nationalsozialismus in der Schule,
Christian Fleck (Soziologe) darüber, welche Form von soziologischem
Wissen mit Einzelfall-Studien hervorgebracht wird und was dieses
Wissen mit „gesellschaftlicher Aufklärung” zu tun haben könnte,
Waltraud Kannonier-Finster (Soziologin) über die Begegnung mit
Alois Hauser und über den Erzählprozess;
Hedy Danneberg (Schauspielerin) liest aus dem Buch.
Anschließend laden wir zu Kaffee und Kuchen.
Zeit: Donnerstag, 25. November 2004, 19:00 Uhr
Ort: Bürgersaal, Historisches Rathaus, Herzog-Friedrich-Straße 21, 6020 Innsbruck
Zum Buch:
Anhand der Lebensgeschichte von Alois Hauser, eines 1925 in einer
österreichischen Landgemeinde geborenen Mannes, wird die Hitler-Jugend als
Sozialisationsraum anschaulich beschrieben und kritisch analysiert.
Die Studie macht verständlich, wie Jugendliche die NS-Zeit als eine Phase
der persönlichen Entfaltung erleben konnten, obwohl ihnen zugleich jedes
Streben nach Freiheit und Individualität abgewöhnt wurde.
Sie zeigt auch, wie in den Nachkriegsjahren das „österreichische Gedächtnis”
die Erinnerung an die Hitler-Jugend und den Krieg eingefroren hat.
Am Fall von Alois Hauser werden die Konsequenzen dieser gesellschaftlichen
Bedingung sichtbar: Sie ermöglichen einerseits die Neutralisierung der
persönlichen Jugenderfahrungen, andererseits tragen sie zur Aufrechterhaltung
der in der Jugend erworbenen Mentalitäten bei.
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