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Die Michael-Gaismair-Gesellschaft lädt zur Präsentation des Buches
Roma und Sinti im Gau Tirol-Vorarlberg
Die „Zigeunerpolitik” von 1938 bis 1945.
Tiroler Studien zu Geschichte und Politik - Bd. 6
von Oliver Seifert |
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Zeit: Sonntag, 22. Jänner 2006, 10:30 Uhr
Ort: Spielboden Dornbirn
Zum Buch:
Die jahrhundertelange Geschichte der Unterdrückung und Ausgrenzung der Roma und Sinti,
die im Europa des 15. Jahrhunderts ihren Anfang genommen hatte, erreichte in der NS-Zeit ihren Höhepunkt.
Die systematische Verfolgung in diesen Jahren, die fortgesetzte Diskriminierung in der unmittelbaren
Nachkriegszeit sowie die jahrzehntelange Verweigerung der Anerkennung als Opfer stehen im Mittelpunkt dieser Studie.
Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme radikalisierte sich auch in Tirol und Vorarlberg die
herkömmliche „Zigeunerpolitik”. Ab Oktober 1939 durften zahlreiche Männer, Frauen und Kinder ihre
Zwangsaufenthaltsorte nicht mehr verlassen. Kriminalisierung, Arbeitszwang und Verbote bestimmten
von nun an ihren Alltag. Diese anfangs als Provisorium gedachte Regelung dauerte bis zum April 1943,
als die Mehrheit der Roma und Sinti im Zuge einer reichsweiten Aktion verhaftet und ins KZ Auschwitz
deportiert wurde. Nur wenige überlebten.
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